Falschgeld im Umlauf

Immer wieder gelingt es Geldfälschern, falsche Geldscheine in Umlauf zu bringen, die echten Banknoten auf den ersten Blick täuschend ähnlich sehen.

Die Deutsche Bundesbank hat im Jahr 2023 rund 56.600 falsche Eu­ro-Bank­no­ten im Nennwert von 5,1 Millionen Euro im deutschen Zah­lungs­ver­kehr registriert und aus dem Verkehr gezogen. Damit stieg die Anzahl der Fälschungen gegenüber dem Vorjahr um 28,2 Prozent.

Vor allem 50-Eu­ro-Bank­no­ten wurden gefälscht (38%). Der Anteil der 10- und 20-Eu­ro-Fäl­schun­gen am Ge­samt­auf­kom­men betrug zusammen 28 Prozent, während es im Vorjahr 37 Prozent waren.

Deutliche Steigerungen wurden bei den 200- und 500-Eu­ro-Fäl­schun­gen mit +266 Prozent bzw. +167 Prozent verzeichnet. In wenigen größeren Betrugsfällen mit Luxuswaren vor allem mit gefälschten 200- und 500-Eu­ro-Bank­no­ten liegt auch der Ansteig der Falsch­geld­zah­len begründet.

Ein Großteil der Fälschungen waren leicht erkennbar, ohne Si­cher­heits­merk­ma­le wie z. B. dem Wasserzeichen oder dem Si­cher­heits­fa­den.

Quelle: Bundesbank

Si­cher­heits­merk­ma­le der ersten Serie der Eu­ro-Bank­no­ten und der Europa-Serie

Seit Einführung der ersten Serie von Eu­ro-Bank­no­ten wurden die Si­cher­heits­merk­ma­le der Eu­ro-Geld­schei­ne stetig verbessert und in der zweiten Serie, der Europa-Serie, umgesetzt. Die Banknoten der Europa-Serie mit verbessertem Fäl­schungs­schutz ersetzten schrittweise die erste Serie der Eu­ro-Bank­no­ten bis auf den 500 €-Schein. Dessen Produktion wurde auf Beschluss der EZB eingestellt. Seit Einführung der Europa-Serie mit verbessertem Fäl­schungs­schutz ist ein Rückgang der Falsch­geld­zah­len festzustellen.

Quelle: Deutsche Bundesbank

Eu­ro-Bank­no­ten (Scheine) im Schnelltest prüfen

Fühlen

Lassen Sie beim Ent­ge­gen­neh­men der Banknoten der Europa-Serie die große Wertzahl zwischen Daumen und Zeigefinger einer Hand durchgleiten, bei den Scheinen der ersten Serie die EZB-Kürzel im Trapezfeld. Sie sollten ein Relief spüren.

Achten Sie auf Griffigkeit und Festigkeit des Papiers, auf der Vorderseite der Banknoten finden sich folgende fühlbare Elemente: Druckbild als Relief, Schriftzug „BCE ECB …“, Schraffuren am Rand.

Sehen

Wenn Sie Banknoten gegen das Licht halten, werden das Wasserzeichen als Schattenbild, das Por­trät-Ho­lo­gramm (bei der 2. Euro-Serie ab 20-Euro-Note mit transparentem Fenster) sowie der Si­cher­heits­fa­den sichtbar.

Kippen

Mit einer Kippbewegung aus dem Handgelenk können Sie weitere Si­cher­heits­merk­ma­le überprüfen:

  • Im Hologramm auf der Vorderseite der Banknoten der Europa-Serie wandern beim Kippen Re­gen­bo­gen­far­ben auf- und abwärts, bzw. kreisen ganz oben im Ho­lo­gramm­strei­fen €-Symbole um die Wertzahl (100- und 200-Eu­ro-Schein).
  • Im Ho­lo­gramm-Patch der ersten Serie bewegen sich konzentrische Kreise einwärts bzw. auswärts.
  • In der Wertzahl links unten auf den Scheinen der Europa-Serie wandert ein Lichtbalken auf- und abwärts. Je nach Blickwinkel wechselt die Farbe der Zahl. Auf 100- und 200-Eu­ro-Schei­nen sind hier zusätzlich €-Symbole zu sehen.
  • Auf der Rückseite der Banknoten der Europa-Serie wird der Glanzstreifen sichtbar.
  • Auf der Rückseite der 50- bis 500-Eu­ro-Schei­ne der ersten Serie ändert die Wertzahl rechts unten ihre Farbe.

Die Europäische Zentralbank informiert auf ihrer Homepage über die Si­cher­heits­merk­ma­le von Eu­ro-Bank­no­ten. Hier können Sie alle Scheine der ersten und der Europa-Serie miteinander vergleichen.

Falschgeld der Polizei übergeben

  • Geben Sie das Falschgeld keinesfalls an denjenigen zurück, von dem Sie es bekommen haben, be­zie­hungs­wei­se an andere Personen weiter. Sie setzen sich damit dem Risiko aus, wegen Falsch­geld­ver­brei­tung bestraft zu werden.
  • Übergeben Sie das Falschgeld der Polizei.
  • Stecken Sie die Scheine in einen Briefumschlag oder in eine Papiertüte. Das Falschgeld sollte von so wenigen Personen wie möglich angefasst werden, damit die Fin­ger­ab­drü­cke des Täters nicht vernichtet werden.

Medien zum Thema

Wenn Kunden mit Falschgeld zahlen
In­for­ma­ti­ons­blatt

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